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Arbeitslosigkeit: Emst und Eckesey trennen Welten

Hagen.10 500 Hagener waren im Dezember 2007 arbeitslos. Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von 10,7 Prozent. Neben dieser gesamtstädtischen Sichtweise ist auch ein Blick auf die Hagener Bezirke interessant.

Verteilen sich die Arbeitslosen gleichmäßig über das Stadtgebiet oder gibt es Quartiere, die besonders betroffen sind und andere, in denen „Arbeitslosigkeit” fast ein Fremdwort ist? Das Schaubild des Monats des Amts für Statistik gibt hier Hilfestellung. Es zeigt für die 39 Wohnbezirke die sogenannte Betroffenheitsquote. Sie bezieht die Zahl der Arbeitslosen auf die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Sie dient als Ersatz für die Arbeitslosenquote, die für kleinere Einheiten aufgrund fehlender Bezugsdaten nicht berechnet werden kann.

Die gesamtstädtische Betroffenheitsquote beläuft sich auf 10,2 Prozent und ist damit nur geringfügig kleiner als die Arbeitslosenquote. Sie stellt damit einen guten Indikator für die herrschende Arbeitslosigkeit dar.

Das Schaubild lässt sofort erkennen, wie unterschiedlich stark die Bezirke mit dem Problem der Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben. Liegt die Quote in Eckesey-Süd bei fast 20 Prozent – das heißt, jeder Fünfte zwischen 20 und 60 ist arbeitslos – erreicht sie in Emst-West lediglich 3 Prozent. Neben Eckesey bedarf auch die Situation im Zentrum, in Wehringhausen, in Eilpe-Nord und in Haspe-Zentrum einer besonderen Beachtung.

Die Statistik gibt zusätzlich Aufschluss über die Gesamtzahl der Arbeitslosen, ihr Geschlecht, ihre Staatsangehörigkeit, ihr Alter und die Dauer ihrer Arbeitslosigkeit.

Während sich arbeitslose Männer mit einer Zahl von 51,3 Prozent und Frauen mit 48,7 Prozent gesamtstädtisch etwa die Waage halten, zeigen sich auf Wohnbezirksebene Unterschiede. So liegt der Männeranteil in den Quartieren Eckesey-Süd, Altenhagen-Süd und Remberg spürbar über 55 Prozent, in Westerbauer-Nord dagegen unterhalb von 40 Prozent.

Durchschnittlich drei Viertel der Arbeitslosen sind Deutsche. Die Spanne erstreckt sich zwischen unter 60 Prozent in Eckesey und über 95 Prozent in Holthausen und Priorei/Rummenohl.

Jeder zehnte Arbeitslose ist 24 Jahre alt oder jünger. Die Rangliste der Wohnbezirke beginnt mit Emst-Ost und Vorhalle-Süd. Die Anteile liegen hier unter 5 Prozent. Am Ende sieht man Haspe-Süd mit einer Quote von fast 15 Prozent.

Mit 40 Prozent stellt die Gruppe der Langzeitarbeitslosen einen hohen Anteil. Lediglich weit unterdurchschnittlich sind Priorei/ Rummenohl und Spielbrink.

Quelle: www.derwesten.de

Online gestellt von Thomas Weppler.

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