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Das BG-Turnier 2008 - Eine lebendige Institution

Zum 34. BG-Freiluftturnier und der Terminüberschneidung mit einem Trödelmarkt auf dem Emster Marktplatz:

Ein bisschen erinnert es an Loriot und Opa Hoppenstedts „Früher war mehr Lametta”: In schöner Regelmäßigkeit kommt unweigerlich beim BG-Turnier der Spruch „Hier ist ja nicht mehr so viel los wie früher” – und das seit Jahren. Der subjektive Eindruck, wenn bis zum Einbruch der Dunkelheit gespielt wird und es danach zwischen Theken und Cocktailstand bis tief in die Nacht mächtig brummt, ist ein anderer: Das Basketball-Freiluftspektakel auf Emst ist lebendig wie eh und je, selbst wenn mal ein paar Teams weniger antreten. Es bleibt einfach eine unverzichtbare Institution.

Er höre diese Vorbehalte seit 20 Jahren, entgegnet etwa Ex-Nationalspieler Ralf Risse den Nörglern, die aber doch immer wieder kommen. Es müsse nicht ständig neue Rekord-Teilnehmerzahlen geben, um die Attraktivität des BG-Turniers zu beweisen. 34 Jahre alt ist dieses mittlerweile. Es hatte schon Eventcharakter, als es diesen Begriff noch gar nicht gab. Und Befürchtungen von Klubchef Fredi Rissmann, man werde gemeinsam alt, scheinen sich nicht zu bestätigen. Vielmehr sah man selten so viele Nachwuchs-Korbjäger wie diesmal am Ball, eine neue Generation entdeckt das Kultturnier für sich. Sportler anderer Disziplinen zieht es ohnehin stetig für den alljährlich einmaligen Ausflug in den Basketball in seinen Bann. Völlig sportfremd indes müssen die Amtsathleten sein, die parallel einen sonntäglichen Trödelmarkt ausgerechnet auf dem Emster Marktplatz genehmigt und damit für ein veritables Parkchaos gesorgt haben. Dass am ersten Sommerferien-Wochenende seit 34 Jahren auf Emst Basketball gespielt wird, könnte auch Sportmuffeln bekannt sein. In Haspe würde man für solcherlei Ignoranz einen dicken Bolzen bekommen.

Quelle: www.derwesten.de

Online gestellt von Thomas Weppler.

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