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Handball: Aufsteiger Emst führt die Bezirksliga an

Ganz oben Punkte gegen den Abstieg sammeln

Ein Aufsteiger ganz vorn: Grün-Weiß Emst hat nach sechs Spielen in der Handball-Bezirksliga mit 12:0 Punkten noch eine makellose Bilanz.

Punkte sammeln gegen den Abstieg, das ist seit Saisonbeginn die Devise bei den Handballern der DJK Grün-Weiß Emst. Der Bezirksliga-Aufsteiger tut dies in äußerst beeindruckender Weise: Er führt mit 12:0 Punkten unangefochten die Tabelle vor allen Favoriten an – und ist seit 31 Pflichtspielen ungeschlagen.

Fast zwei Jahrzehnte dümpelten die Emster Handballer – Anfang der Achtziger noch in der Landesliga vertreten – in den Kreisliga-Niederungen. Doch nun erfolgte der Aufbruch zu neuen Ufern gleich in doppelter Hinsicht. Von der Boloh-Halle zog man in die neue Sporthalle Emst um – und ist dort besonders erfolgreich. Wobei der Aufwärtstrend offensichtlich nicht mit dem Sprung in die Bezirksliga im Sommer beendet ist. „Natürlich gibt uns die neue Halle einen Schub, da ist es viel schöner als am Boloh”, sieht Trainer Robert Pyde die Spielstätte als einen Erfolgsfaktor: „Dank der Tribünen ist da eine ganz andere Atmosphäre.” Was sich auch in den regelmäßig dreistelligen Zuschauerzahlen – in der Spielklasse eher die Ausnahme – niederschlägt. Trotz der Erfolge bleibt man bei den Grün-Weißen aber vorsichtig. „20 Punkte braucht man, um in der Liga zu bleiben”, sagt Pyde, „wenn wir die haben, können wir ja neue Ziele formulieren.” Zumal erst jetzt die vermeintlich schwereren Spiele gegen die eigentlichen Liga-Favoriten HSG Hohenlimburg, TV Olpe, HSG Wetter/Grundschöttel und TuS Volmetal II kommen.Bester Angriff der Liga Bisher indes konnten die torhungrigen Emster, die mit 36 Treffern im Schnitt den mit Abstand besten Offensivbereich der Bezirksliga stellen, auch Rückschläge gut verkraften. Wie etwa die Verletzungsprobleme. Nach Dragan Vujinovic (Fingerbruch) und Torwart Sven Scheppan (Bänderdehnung im Knie) fällt nun Abwehrchef Tobias Wetzel mit einem Kahnbeinbruch lange aus. Kurzfristige Hilfe konnte Coach Pyde familienintern rekrutieren: Sohn Sebastian, zuletzt bei Oberligist HC Dortmund-Süd, steigt nach studienbedingter, viermonatiger Handball-Pause bei den Emstern bis Saisonende ein. Beim jüngsten 35:29 gegen Kierspe/Meinerzhagen war er mit neun Toren gleich Haupttorschütze. Schon die Neuzugänge Dirk Stülper und Lars Wichert (Hagen-Süd) hatten den Grün-Weißen ein Plus an Erfahrung beschert. Denn Robert Pyde weiß: „Die Mannschaft ist noch recht jung.” Was für die Perspektiven in Emst wiederum vielversprechend ist. Pyde: „Da ist noch Luft nach oben.”

Quelle: www.derwesten.de

Online gestellt von Thomas Weppler.

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