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Hasper SV beendet Höhenflug von Hagen 11

Mit zwei Siegen war Fußball-Landesliga-Aufsteiger in die neue Saison gestartet, doch der Höhenflug war schnell beendet. Bei der 0:7 (0:3)-Heimpleite bekamen die Elfer im Derby vom Hasper SV ihre Grenzen aufgezeigt.
Dabei war es nicht einmal die Stärke der Gäste, die an diesem Tag den Ausschlag gab. Mit haarsträubenden Fehlern in der Deckung ermöglichten die Hausherren den Haspern drei Chancen, die diese dankend annahmen.

In der 13. Minute wurde HSV-Torjäger Amir Smajic von zwei Elfern 20 Meter vor dem Tor in die Zange genommen, den fälligen Freistoß versenkte Thorsten Horz sehenswert unhaltbar in den Winkel. Sechs Minuten später landete ein weiter Einwurf im Strafraum der Elfer. Abwehrroutinier Gerd Dyballa trat am Ball vorbei, so dass Smajic leichtes Spiel hatte.

Nach einem weiteren Bolzen, diesmal von Timo Wittenstein, war die Partie in der 25. Minute eigentlich entschieden. Elfer Keeper Michel Klose (Pais: „Der Einzige, den ich von der Kritik ausnehme. Der Rest war desolat.”) hatte gegen Smajic noch geklärt, doch Wittenstein vertändelte gegen Horz, der per Lupfer zu seinem zweiten Tor kam.

Bis zum ersten Tor hatten die Elfer noch halbwegs mitgehalten. Danach kamen sie gar nicht mehr in die Zweikämpfe, auch im Spielaufbau war Schluss nach der dritten Station. Haspe griff nun immer früher an, zwang die Elfer dadurch zu Fehlern und holte sich so bis zum Spielende die Platzhoheit.

Vielleicht wäre alles anders gelaufen, wenn Thomas Blaut kurz nach den Seitenwechsel nicht knapp das Hasper gehäuse verfehlt hätte. So aber dominierten weiter die Gäste, die zunächst durch Smajic auf 4:0 erhöhten (63.).

Am Ende blieb den Hausherren nur noch Galgenhumor. Der Platzsprecher hatte nach dem fünften Tor – Sahin Murat hatte einen Alleingang von der Mittellinie sicher abgeschlossen – seine Torverkündung mit den Worten „Die letzte Durchsage für heute” begonnen, da war der Ball schon wieder über der Linie (71). Klose hatte gegen Smajic geklärt, doch das Leder prallte von Maik Bornscheuers Bein unglücklich ab. Den Schlusspunkt setzte, wie schon in der Vorwoche auch diesmal zwei Minuten vor Schluss, Nicolas Külpmann. Zur „knappen Hasper Führung”, wie der Platzsprecher mitteilte.

„Wir wollten das Spiel bestimmen. Die schnellen Tore haben uns Sicherheit gegeben, die Partie ist dann zum Selbstläufer geworden”, resümierte HSV-Coach Jorge Dias, während Pais die Leistung seiner Spieler als „unterste Schuhsohle” beurteilte.

Hagen 11: Klose; Dyballa, Bornscheuer, Wittenstein (53. Dursun), Kostrzewa, Matzkeit, Pudda, Büse (46. Brüggemann), Blaut, Makowski, Bäcker (55. Giemsa).

Haspe: Kuhaupt; Öner, Sven Hallbauer (81. Isiklar), Bitendere, Hellmig (61. Wanderer), Björn Hallbauer, Smajic, Horz (77. Külpmann), Ballout, Murat, Klöckner.

Quelle: www.derwesten.de

Online gestellt von Thomas Weppler.

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