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Kleines Bauvorhaben statt Emst 4: Neue Heimat für Familien und Senioren

Vor 31 Jahren vom Rat beschlossen, sollten auf dem 5,5 Hektar großen Areal zwischen A 45, Volmeabstieg, Delsterner Friedhof und Elmenhorststraße ursprünglich mehrere tausend Wohneinheiten entstehen. Im Laufe der Jahrzehnte schrumpfte die Planung, die Wohnhäuser wurden kleiner, die Zahl der angedachten Wohnungen weniger. Realisiert wurde schließlich nichts, der Bebauungsplan geriet weitgehend in Vergessenheit.

Insofern ist die Aufhebung ein logischer Schritt. Und die Stadt kommt damit auch einer Aufforderung der Bezirksregierung nach. Die hatte als Voraussetzung für die Genehmigung neuer Wohnbauflächen den teilweisen Verzicht auf vorhandene Flächenreserven gefordert. Und weil die Erschließungssituation des Geländes, deren Verbesserung ebenfalls nie in Angriff genommen wurde, derzeit nur eine eingeschränkte Bebauung zulässt, entschieden sich Bezirksvertretungen und Stadtentwicklungsausschuss bereits für den Verzicht auf Emst IV.

Was nicht heißt, dass in diesem Bereich nicht doch gebaut wird. Allerdings ausgesprochen kleinteilig und lediglich im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Vorgesehen ist eine kleine Baumaßnahme auf zwei Grundstücken der Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (HGW) in Nachbarschaft der Busschleife am Emster Köhlerweg. Während auf der rechten Seite des Köhlerwegs zwölf freistehende Einfamilienhäuser entstehen sollen, ist linker Hand ein Projekt „Wohnen im Alter” geplant.

Für den Caritas-Verband möchte die HGW zwei attraktive viergeschossige Gebäude mit seniorengerechten Wohnungen errichten. Caritas-Geschäftsführer Wolfgang Röspel: „Insgesamt sollen 36 Wohnungen unterschiedlicher Größen entstehen – vom Appartement bis zur 70 qm großen Wohnung”. Betreuung kann in Anspruch genommen werden, Sozial- und Pflegeeinrichtungen (einschließlich Pflegebad) befinden sich im Haus, die Bushaltestelle vor der Tür und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Wolfgang Röspel: „Die Gesamtmaßnahme führt die Generationen zusammen. Auf der einen Seite jüngere Familien, auf der anderen die ältere Generation”. Für den Caritas-Geschäftsführer ist für beide Vorhaben der Bedarf vorhanden: „Einerseits möchten sich junge Familien den Traum vom eigenen Haus erfüllen, andererseits wird die Hagener Bevölkerung immer älter”.

Wobei HGW-Geschäftsführer Harald Kaerger Interessenten für Seniorenwohnungen durchaus im Stadtteil mit vielen älter werdenden Eigenheimbesitzern sieht. „Selbstständiges Wohnen in vertrauter Umgebung so lange wie möglich ist diesen Menschen verständlicherweise sehr wichtig”.

Quelle: Artikel aus der Westfalenpost

Online gestellt von Thomas Weppler.

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